Wirtschaftlichkeit von Solarwärme
Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Solarwärmeanlagen (thermischen Solaranlagen). Als Maß für die Wirtschaftlichkeit wird die mittlere Rendite (interner Zinsfuß) angegeben. Das ist der Zinssatz, der zu einem Kapitalwert von Null für das eingesetze Kapital führt.
Der interne Zinsfuß hängt von globalen Annahmen ab wie der Preissteigerung für konventionelle Energie und der Inflationsrate, aber auch von anlagenspezifischen Vorgaben wie Anlagenpreis, Förderhöhe, Speichergutschrift, spezifische Energieeinsparung, Wartungskosten, Höhe und Zinssatz und Laufzeit eines möglichen Darlehens. Die Förderung beträgt seit August 2007 60 € pro m² bei reiner Brauchwassererwärmung (mindestens aber 413 € pro Anlage) und 105 € pro m² bei Anlagen mit Heizungsunterstützung.
Neben dem internen Zinsfuß werden auch die Gestehungskosten nach der Annuitätenmethode bestimmt. Die Summe aus jährlichen Kapitalkosten und Wartungskosten, geteilt durch die Zahl der jährlich durch die Solaranlage ersetzten Kilowattstunden konventioneller Energie, ergibt die Gestehungskosten der kWh Solarwärme. Sind die Gestehungskosten höher als die mittleren konventionellen Energiekosten, dann ist die Anlage nicht wirtschaftlich. Für die Bestimmung der mittleren Energiekosten wird der so genannte Mittelwertfaktor verwendet, in dessen Berechnung die Lebensdauer der Anlage (hier: 25 Jahre), die Energiepreissteigerung und der Zinssatz einfließt.
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