Laut einer Marktstudie des Verbraucherportals Toptarif sollen im April wieder bei vielen Energieversorgern die Strompreise steigen. Rund 74 regionale Versorger planen im April ihre Tarife für den Strom anzuheben.
Auch der Marktführer Eon plant eine Erhöhung der Strompreise. Um 5,9 Prozent sollen die Preise im Schnitt erhöht werden. Das würde hochgerechnet bei einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden Mehrkosten von ungefähr 56 Euro bedeuten. Betroffen vom Strompreisanstieg wäre etwa jeder fünfte Haushalt. "Seit Jahresbeginn haben bereits mehr als 320 Unternehmen ihre Strompreise verteuert oder entsprechende Erhöhungen in den kommenden Wochen angekündigt", erklärt Energieexperte Thorsten Bohg. "Diese Preiserhöhungen bei mehr als einem Drittel aller regionalen Versorger zeigen, dass der langjährige Aufwärtstrend bei den Strompreisen auch in diesem Jahr bislang weiter anhält."
Um energie- und umweltbewusst zu Leben, greifen viele Verbraucher im Supermarkt auf Lebensmittel aus regionaler Produktion zurück. Oft geht diese Rechnung auch auf, jedoch nicht immer.
Die Rechnung, an die sich viele Verbraucher halten scheint ganz einfach: Je kürzer der Transportweg, desto geringer die Schadstoffemission. Neue wissenschaftliche Studien untersuchen den Ausstoß von Schadstoffen eines einzelnen Lebensmittels jedoch weitaus differenzierter. Gemäß dem carbon life cycle assesssment, einer Lebenszyklusbetrachtung von CO2-Ausstoß, darf nicht nur der Transportweg - der mitunter nur einen geringen Teil des Gesamtausstoßes beträgt, beispielsweisre bei Schifftransporten, betrachtet werden- sondern auch weitere Faktoren, die den Klimaeffekt beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise: Effekt des chemischen Düngers, des fossilen Treibstoffs der Traktoren, der Aufzucht in beheizten Gewächshäusern, der energieintensiven Weiterverarbeitung, der Lagerung und Kühlung und schließlich der Beschaffung durch die Konsumenten (im Supermarkt nebenan oder – spritintensiv – mit dem Auto bei den Bauern in der Umgebung). So kann ein, auf der Südhalbkugel gepflückter und mit dem Schiff nach Europa transportierter Apfel, einem in Europa geernteten Apfel durchaus den Rang abschlagen.
Das Backen mit Umluft hilft beim Energiesparen im Haushalt.
Zum Jahreswechsel werden sich viele wieder über steigende Preise bei ihrem Stromanbieter ärgern, denn rund 140 städtische Stromversorger und regionale wie überregionale Stromanbieter haben für 2010 Preisaufschläge angekündigt, die im zweistelligen Prozentbereich liegen können.
Der Chef der Bundesnetzagentur rät den Verbrauchern zum Anbieterwechsel, denn die gute Nachricht ist, dass manche Stromanbieter ihre Preise sogar senken. Das Chaos bei den Strompreisen rührt vom zugespitzten Wettbewerb her. Seit die Bundesnetzagentur die Netzdurchleitung reguliert und für faireren Netzzugang sorgt wurde der Wettbewerb zusätzlich angeschoben. Der Strommarkt ist dadurch uneinheitlicher geworden. Die Anbieter marschieren nicht mehr wie früher immer im Gleichschritt, sondern weichen voneinander ab. Und so gibt es neben den Unternehmen, die die Preise erhöhen, auch andere Betreiber, die ihre Preise für Strom nach unten regulieren. Das ermöglicht dem Verbraucher einen Anbieterwechsel, der sich durchaus auszahlen kann.
Ab 2020 gelten in der EU neue Energie-Regeln für neugebaute Häuser. Neubauten müssen dann eine sehr hohe Energieeffizienz aufweisen und ihre Energie in hohem Maß aus erneuerbaren Quellen decken.
Das teilte das Europaparlament in Brüssel kürzlich mit. Die europäischen Energieminister müssen der Regelung jedoch noch offiziell zustimmen. Vorgesehen ist dafür das nächste Ministerratstreffen am 7. Dezember. Ab Ende 2020 sollen nur noch sogenannte „Nahe-Null-Gebäude“ gebaut werden, das sind Häuser, die selbst nicht wesentlich mehr Energie verbrauchen, als sie selbst erzeugen. Konkrete Höchstwerte für den Energieverbrauch sieht diese Regelung bislang nicht vor, dies wäre dann Sache der einzelnen Mitgliedsstaaten. Zudem sieht die neue Regelung europaweit Energieausweise für Neubauten, verkaufte und neu verpachtete Häuser vor, die Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz enthalten müssen. Ein Energieausweis mit Verbrauchsdaten ist in Deutschland bereits Pflicht. Für öffentliche Gebäude soll die neue Regelung bereits ab 2018 gelten. Von der europaweiten Regelung der Energieeffizienz verspricht man sich eine Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels. Derzeit entfallen 40 Prozent des Energieverbrauchs in Europa auf Gebäude.
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