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Um energie- und umweltbewusst zu Leben, greifen viele Verbraucher im Supermarkt auf Lebensmittel aus regionaler Produktion zurück. Oft geht diese Rechnung auch auf, jedoch nicht immer.
Die Rechnung, an die sich viele Verbraucher halten scheint ganz einfach: Je kürzer der Transportweg, desto geringer die Schadstoffemission. Neue wissenschaftliche Studien untersuchen den Ausstoß von Schadstoffen eines einzelnen Lebensmittels jedoch weitaus differenzierter. Gemäß dem carbon life cycle assesssment, einer Lebenszyklusbetrachtung von CO2-Ausstoß, darf nicht nur der Transportweg - der mitunter nur einen geringen Teil des Gesamtausstoßes beträgt, beispielsweisre bei Schifftransporten, betrachtet werden- sondern auch weitere Faktoren, die den Klimaeffekt beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise: Effekt des chemischen Düngers, des fossilen Treibstoffs der Traktoren, der Aufzucht in beheizten Gewächshäusern, der energieintensiven Weiterverarbeitung, der Lagerung und Kühlung und schließlich der Beschaffung durch die Konsumenten (im Supermarkt nebenan oder – spritintensiv – mit dem Auto bei den Bauern in der Umgebung). So kann ein, auf der Südhalbkugel gepflückter und mit dem Schiff nach Europa transportierter Apfel, einem in Europa geernteten Apfel durchaus den Rang abschlagen.
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