|
Derzeit scheinen die Pläne über Subventionskürzungen bei der Solarstromvergütung konkrete Formen anzunehmen. Im energiepolitischen Teil des Koalitionsvertrages heißt es, die Fördersätze für Solarstromsubventionen seien „kritisch zu überprüfen“. Die Befürchtungen der Industrie bewahrheiten sich demzufolge voraussichtlich früher als bisher angenommen wurde. Bereits wenige Wochen nach der Bundestagswahl scheinen sich Union und FDP einig darüber zu sein, dass Einspeisevergütungen von Solarstrom gedrosselt werden sollen. Das Vorhaben wird mit den gesunkenen Produktionskosten für Photovoltaik-Anlagen begründet. Der Bund der Energieverbraucher warn dagegen: Der Preis für eine Photovoltaik-Anlage sei wesentlich stärker gesunken als ihre Herstellungskosten. Für die Industrie sei das natürlich eine Belastung und auch zu ersten Insolvenzen sei es schon gekommen, gibt man seitens des Bundes für Energieverbraucher zu bedenken. Der Bundesverband für Solarwirtschaft informiert darüber, dass die Einnahmen durch Besteuerung deutscher Solarstromunternehmer im vergangenen Jahr höher waren, als die Mittel, die in die Solarförderung flossen. Immerhin gab der CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs in einem ARD-Interview zu bedenken, dass im Fall einer Drosselung der Vergütungssätze auch in jene Gebiete der Erneuerbaren Energien investiert werden müsse, in denen noch Forschung nötig sei.
|
Seite bookmarken: