Gas

Gas als Alternative

Gas hat sich als starker Energieträger behauptet und hat durch technische Erneuerungen einen rasanten Aufstieg als Energiefaktor hinter sich. Grundsätzlich unterscheiden sich Erdgas und Biogas, wobei Biogas erst in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat.

Erdgas

Erdgas ist ein Gasgemisch, dessen chemische Zusammensetzung beträchtlich schwanken kann. Der Hauptbestandteil ist aber immer Methan. 24% des weltweiten Energieverbrauchs werden von Erdgas gedeckt. Ebenso wie Erdöl zählt Erdgas zu den Naturressourcen, die nur noch für eine begrenzte Periode zur Verfügung stehen werden. Experten gehen von einem Zeitraum von unter 100 Jahren aus.

Neue Entwicklungen wie beispielsweise der Erdgasantrieb für Fahrzeuge machen Erdgas als Energieträger für Automobilhersteller attraktiver. Zudem bringt in Deutschland die Senkung des Mineralölsteuersatzes eine steuerliche Begünstigung von Erdgas mit sich. Aus Umweltgründen stellt vor allem der öffentlichen Nahverkehr zunehmend auf erdgasbetriebene Fahrzeuge um.

Erdgas wird auch zum Heizen verwendet. Im Vergleich zu Erdölheizungen nimmt ein Erdgaskessel wesentlich weniger Platz und benötigt auch keine Tanks. Ein weiterer Vorteil von Erdgasheizungen ist ihre problemlose Koppelung mit erneuerbaren Energieträgern wie beispielweise Sonnenkollektoren. So lässt sich eine Erdgasheizung so einstellen, dass sie an sonnigen Tagen mit Solarenergie heizt und an bewölkten Tagen automatisch auf Erdgas umstellt.

Biogas

Biogas besteht aus den Hauptkomponenten Methan und Kohlenstoffdioxid und wird in Biogasanlagen aufbereitet. Die Ausgangsstoffe für Biogas stammen hauptsächlich aus der Landwirtschaft: Wirtschaftsdünger wie Gülle und Mist sowie bisher nicht genutzte Pflanzen bzw. Pflanzenteile zählen ebenso zu den Grundstoffen wie gezielt angebaute Energiepflanzen und biomassehaltige Reststoffe wie Klärschlamm, Speisereste oder Bioabfall.

Biogas ist ein umweltfreundlicher Energieträger, der außerdem die Wirtschaftlichkeit des agrarischen Sektors steigert. Die Biogastechnik trägt sowohl dem Gedanken einer umweltgerechten Kreislaufwirtschaft als auch einer dezentralen Abfallverwertung Rechnung. Außerdem kann die bei der Biogasentstehung angefallene Biogasgülle als natürlicher Dünger eingesetzt werden und mineralischen Dünger ersetzen.

Inzwischen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eine Verordnung zur Förderung der Biogaseinspeisung in das bestehende Erdgasnetz verabschiedet. Das bedeutet, dass nun Biogas in das deutsche Erdgasnetz mit eingespeist wird.

 

Erdöl-Kohle-Erdgas

Erdgas als drittwichtigster Energieträger

Nachdem die Erdölreserven auf bestimmte Zeit begrenzt sind, hat ein Umdenken stattgefunden. Die Verbraucher setzten vermehrt auf Erdgas, so dass Erdgas hinter Erdöl und Kohle mit 24% den dritten Platz beim Welt-Primärenergieverbrauch eingenommen hat.

In Deutschland wird Gas momentan zu 49% von Haushalten und Kleinverbrauchern benutzt. Die Industrie ist mit 24% beteiligt.