Hausdämmung

Ein Vollwärmeschutz der Außenbauteile mittels effektiver Dämmstoffe sorgt für eine Minimierung des Energieverlustes. Durch die Verringerung des Wärmeverlustes kann ein höherer Wirkungsgrad und somit eine erhöhte Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Die Hausdämmung ist für den Bauherrn beim Hausbau zunächst ein relativ hoher Aufwand, allerdings kann durch diese Investition in Dämmstoffe ein erheblicher Gewinn erwirtschaftet werden. Durch die Hausdämmung wird der Bedarf an Rohstoffen die zur Energiegewinnung notwendig sind gesenkt, bei einer Nutzungsdauer von 30 Jahren sind die Ersparnisse immens. Bei der Planung einer Dämmung sollte stets ein Kompromiss aus eingesetzten Kosten und zu erwartender Energieeinsparung eingehalten werden.


Ein zweiter Aspekt in Anbetracht der Hausdämmung ist die Thematik des Umweltschutzes. Die Beheizung von Gebäuden verlangt einen sehr hohen Energieaufwand, der mit einer verhältnismäßig hohen Ausstoßmenge an CO2 und anderen Schadstoffen verbunden ist. Aufgrund des hohen Anteils der Gebäudebeheizung, von rund 30 Prozent, an den CO2-Emissionen in der Bundesrepublik Deutschland, wurde der Beschluss gefasst die wärmetechnischen Anforderungen zu verschärfen. In der Wärmeschutzverordnung WSVO 1995 wurden Anforderungen gestellt um, durch die Hausdämmung und unter Verwendung umweltfreundlicher Dämmstoffe eine Reduktion des CO2-Ausstoßes zu erreichen:

Das Wärmebilanzverfahren der Wärmeschutzverordnung gibt den maximalen Wert des Jahresheizwärmebedarfs an, berechnet in Abhängigkeit von wärmeübertragender Umfassungsfläche und eingeschlossenem Bauwerksvolumen. Ein vereinfachtes Verfahren, das Bauteilverfahren, schreibt für jeden Bauteil einen maximalen Wert des Wärmedurchgangskoeffizienten vor. Durch diese Berechnungsverfahren wird der Wärmeschutznachweis festgehalten. Die Ergebnisse werden in einem Energieausweis protokolliert, der seit 2008 nach EnEV 2007 von Hauseigentümern vorgelegt werden muss, und können so von Kaufinteressenten und Mietern eingesehen werden.

Es gibt eine große Auswahl an Dämmmaterial. Verschiedene Dämmstoffe eignen sich zur  Hausdämmung und können je nach Dämmart zum Vollwärmeschutz eingesetzt werden.

Geld sparen mit guter Dämmung

Für Bauherren oder Hausbesitzer ist die Einsicht der Notwendigkeit von effektiver Hausdämmung viel Geld wert. Durch eine gute Hausdämmung verliert das Haus nicht nur unnötig Energie, was gerade im Winter zu einer großen Heizkostenersparnis (sogar bis zu 25%) führen kann. Auch wird durch gute Hausdämmung der CO2-Ausstoß verringert, was wiederum einem Klimaanstieg entgegenwirkt und zu umweltbewusstem Verhalten führt.

Doch welche Dämmstoffe sind die besten, welche sind für einen Neubau sinnvoll, welche für eine Nachrüstung?

Wärmeleitfähigkeit

Grundsätzlich wird ein Baustoff nach seiner Wärmeleitfähigkeit bewertet, die mit Lambda bezeichnet und in Watt pro Meter mal Kelvin (W/mK) gemessen wird. Der Baustoff dämmt also besser, je kleiner der Lambda-Wert ist.

Dämmstoff-Material

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Dämmstoffen, die aus unterschiedlichsten Materialen und Zusammenstellungen hergestellt werden. Sie können aus Altglas, Mineralwolle, Schafwolle oder Filz sein. Die am häufigsten verwendeten Dämmstoffe bei der Hausdämmung sind Mineralwolle und Hartschaumstoffe, wobei die Nachfrage nach ökologischen Dämmstoffen stetig steigt.

Welcher Dämmstoff nun der beste ist, richtet sich danach, für welchen Zweck er eingesetzt werden soll. Es macht durchaus Unterschiede, ob man einen Dämmstoff braucht, um ein Dach zu dämmen oder um Hauswände effektiver abzudämmen.

Hier finden Sie eine Liste der gängigen Dämmstoffe und ihrer Eigenschaften.

Dämmstoff-Eigenschaften

Neben der Wärmeleitfähigkeit gibt es weitere wichtige Eigenschaften von Dämmstoffen wie beispielweise das Feuchtigkeitsverhalten, das Brandverhalten, die Schalldämmung und die Wärmespeicherfähigkeit.

Seit 1. Juli 2008 müssen Hauseigentümer für Objekte, die älter sind als 1965 einen Energieausweis vorlegen. Eine schlechte Hausdämmung kann hier direkt zu einem Nachteil in der Vermietung, also ein Verlust im Kaltmietbereich, führen.

Fördermöglichkeiten

Verwendet man nachwachsende Rohstoffe, so kann man sich bezüglich Fördermitteln an das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe(FNR) wenden. Hier können, entsprechend einer festgelegten Dämmstoff-Förderliste, Zuschüsse beim Kauf von Dämmstoffen für die Wärme- und Schalldämmung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe beantragt werden.

Energiefresser

Schwachstellen im/am Haus

Jedes Haus hat verschiedene Schwachstellen, die auf jeden Fall gedämmt werden müssen.

Ein ungedämmtes Dach ist ein großer Energiefresser, der mit wenig Aufwand, beispielsweise mit Steinwolle, effektiv gedämmt werden kann.

Große Wandflächen können von außen und innen gedämmt werden und zu großer Energieersparnis führen.

Richtig gedämmte Rolladenkästen können einen Wärmeverlust um bis zu 20% vermindern.

Richtig Lüften

Frische Luft ohne Energieverlust

Heizenergie läßt sich nicht nur mit der richtigen Dämmung, sondern auch mit durchdachtem Lüften sparen. Vermeiden sollte man dauerhaftes Kippen der Fenster während der Heizperiode . Viel besser ist es einmal gut durchzulüften, um Schimmelbildung bei Häusern mit guter Außendämmung zu vermeiden. 20 Grad sind in Wohnräumen ausreichend, 14 Grad können für Räume vorgesehen werden, die nur selten oder nur für kurze Zeiträume genutzt werden.

Bei sehr kalten Tagen läßt sich Energie sparen, wenn man nur die Räume beheizt, die auch wirklich genutzt werden. Zu den kalten Räumen müssen die Türen dann natürlich immer geschlossen bleiben, um ein Abkühlen der geheizten Räume zu vermeiden.

Mehr zum Thema richtiges Heizen finden Sie hier.